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09.03.2016

Joanna Lisiak erhält Hungertuchpreis 2016


KUNO verleiht Joanna Lisiak für das Projekt Gedankenstriche den Twitteraturpreis 2016.

Gedankenstriche lautete der Titel einer Abfolge von Prosaminiaturen, die KUNO in 2016 regelmäßig präsentiert. Gäbe es eine Geographie lyrischer Formen, dann läge sie wahrscheinlich zwischen Haiku, Tanka und Monostichon, neudeutsch Twitteratur. Aufgrund seiner extremen Kürze werden diese Gattungen vor allem für Formen verwendet, die aus Verknappung und Verdichtung ihren ästhetischen Reiz ziehen, also literarische Kleinstformen wie Gnome, Epigramm, Sinnspruch, Sprichwort, Sentenz und Ähnliches. Joanna Lisiaks „Gedankenstriche“ zeigen, wie das Leben so spielt, sie spiegeln einen Jahrmarkt der Eitelkeiten, eine fortgeschriebene Comédie Humaine, die durch den inszenierten Zufall wirklich Leben bekommt. Ihre Prosaminiaturen sind ein Akt des Widerstands gegen das Vergessen und Verschwinden, gegen Entfremdung und das langsame Sterben an allgemeiner Ratlosigkeit.

 

Siehe Beitrag im KUNO: "Mäandern im Materialsteinbruch" vom 3. Januar 2016 von Matthias Hagedorn

KUNO - Kulturnotizen zu Kunst, Musik und Poesie, rescued from oblivion!

Edition das Labor. Verlag der Artisten.

 


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